Zwischen dem 15. und 21. Januar 2012 fanden in der belgischen Kleinstadt Bilzen die „European Classes“ statt. Ausgewählte europäische Schulen haben die Möglichkeit, an diesem Projekt teilzunehmen. Es treffen jeweils Schülergruppen aus vier unterschiedlichen europäischen Ländern zusammen, die in einer Woche nicht nur verschiedene politische Themen diskutieren, sondern mit Hilfe von Rollenspielen auch europapolitische Instrumente kennenlernen. Gleichzeitig werden auch die sprachlichen Kompetenzen gefördert, denn während der „offiziellen Arbeitszeiten“ ist Englisch die Arbeitssprache.
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In Begleitung von Frau Schott und Herrn Schütte machten sich am vergangenen Sonntag elf Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 12 und 13 der Ernst-Barlach Gesamtschule auf die Reise nach Belgien. Dort angekommen machten sie erste Bekanntschaft mit den anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die aus Belgien, Norwegen und Italien angereist waren. Sie alle hatten sich von dem straffen Programm, das sie dort erwartete, und den intensiven inhaltlichen Vorbereitungen nicht abschrecken lassen, an diesem Projekt mitzuwirken. |
| Imponiert waren bei der Anreise alle Schüler und Schülerinnen gleichermaßen, denn sie wurden in einem mittelalterlichen – aber frisch renovierten - Wasserschloss untergebracht. Nachdem die Zimmer bezogen waren, stand als erster Programmpunkt ein Vortrag über die Geschichte des Schlosses an. Nach einem stärkenden Abendessen stellten sich im Plenarraum alle Schulen vor. Anschließend boten die Teilnehmer in der Kellerbar landestypische Spezialitäten an und knüpften dabei erste Kontakte. | ![]() |
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Der Montag startete mit zwei Vorträgen und anschließenden Diskussionen: die belgischen Schüler referierten über Geschichte, Zweck und Zukunft der NATO und die deutschen Schüler stellten Funktion, Chance und Risiken atomarer Energie dar. Nach dem arbeitsreichen Vormittag startete die gesamte Gruppe am Nachmittag nach Maastricht. |
| Am Dienstag ging es mit einem Vortrag der norwegischen Schüler über die Notwendigkeit von Artenvielfalt weiter. Nach der anschließenden Diskussionsrunde und einem stärkenden Mittagessen machten sich alle Teilnehmer gemeinsam auf den Weg nach Aachen, wo es zunächst eine Führung durch den Dom gab. Anschließend erkundeten die Schüler in kleinen Gruppen die Stadt – besonders für die weitgereisten Italiener und Norweger war es eine tolle Gelegenheit, erste Eindrücke über die deutsche Kultur zu gewinnen. Abends waren viele Teilnehmer zwar schon recht erschöpft, dennoch wurden letzte Energien gesammelt, denn ein Abend im Sportzentrum stand an. Hier konnten sich alle beim Badminton, Basketball, Volleyball und Fußball verausgaben. | ![]() |
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Nach einer kurzen Nacht folgte am Mittwoch Vormittag der Vortrag der italienischen Teilnehmer, die über die Ausmaße und Folgen von Immigration berichteten. Es folgte eine hitzige Debatte und so war es nur gut, dass das Nachmittagprogramm „kopfentlastend“ war, denn hier war mehr Fingerfertigkeit gefragt: in vier Workshops stellten die Teilnehmer ihre künstlerischen Talente unter Beweis und produzierten Bilder, Gedichte, Collagen und Glashäuser für Heuschrecken. |
| Abends wurden letzte Vorbereitungen für das am Freitag stattfindende Rollenspiel getätigt und bis spät in die Nacht diskutierten die Schüler über die in den Referaten vorgestellten Themen. | ![]() |
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Donnerstag startete die Gruppe frühmorgens nach Brüssel. Die belgischen Schüler boten dort eine Führung durch ihre Hauptstadt an. Im Anschluss daran ging es dann ins Europaparlament, wo eine finnische Abgeordnete die Strukturen der europäischen Institutionen erläuterte. Von Brüssel aus ging es dann weiter nach Leuven, einer mittelalterlichen Studentenstadt, in der leider nur wenig Zeit zur freien Verfügung blieb, denn dort gab es dann ein Abendessen in einer Studentenmensa. Nach der Ankunft im Schloss blieb noch ein wenig Zeit für letzte Vorbereitungen für das Planspiel. |
| Am Freitag war es dann soweit! Im Plenarsaal des Schlosses war alles vorbereitet für das Planspiel. Zu jedem in dieser Woche diskutierten Thema hatten die jeweiligen Schülergruppen einen für die EU gültigen Gesetzesentwurf konzipiert, der nun diskutiert wurde. Um möglichst viele Standpunkte zu haben, wurde jede Schülergruppe in zwei oder drei Delegationen eingeteilt, sodass Deutschland nicht nur sich selbst, sondern auch Luxemburg und Österreich repräsentierte. Die Diskussionen verliefen engagiert und so war klar, dass nicht allen Gesetzesentwürfen zugestimmt werden konnte – so wie im „echten“ Parlament. | ![]() |
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| Am letzten Abend legte ein DJ in der Kellerbar auf, sodass alle Teilnehmer einen besonders schönen Ausklang der Woche erleben konnten – auch wenn wegen des bevorstehenden Abschieds einige Tränen flossen, denn diese intensive Zeit hat viele neue Freundschaften entstehen lassen. | ![]() |
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Lehrer wie auch Schüler sind sich einig, dass die „European Classes“ eine unvergessliche Woche war, die uns allen viele Impulse gegeben hat! |