Girls-Day 2010

 
Girls' Day vom 22.04.2010

Als ich am Morgen des 22.04.10 an der Polizeiwache ankam, standen schon mehrere Mädchen davor und warteten, dass unsere Mentorinnen Frau Jung und Frau Müntjes uns abholten. Als sie dann um kurz nach acht herauskamen, holten sie uns19 Mädchen alle rein und führten uns in einem Besprechungsraum in den 3. Stock.

Dort angekommen, stellten wir uns zunächst alle der Reihe nach vor. Es waren Mädchen aus den verschiedensten Städten, wie beispielsweise Schermbeck und Xanten, da. Nachdem sich alle vorgestellt hatten, erklärten uns unsere Mentorinnen unseren Tagesablauf. Anschließend besuchten wir die Leitwache, wobei wir ganz leise sein mussten, damit die Polizeibeamten nicht bei ihrer Arbeit gestört wurden. Die Beamten der Leitstelle nahmen Notrufe entgegen und standen in Kontakt zu ihren Kollegen in den Streifenwagen. Mir ist aufgefallen, dass man Multi-tasking beherrschen muss, da man während des Telefonats auch gleichzeitig den Tatort mithilfe eines Computerprogramms am Computer ermitteln muss und dann Streifenwagen- und wenn nötig auch Krankenwagen- dorthin ordern muss. Allerdings waren bei der Leitstelle nur Männer tätig, welches bei mir für Überraschung sorgte.

Danach ging es in den Keller zur Schießhalle. Da wir nicht schießen durften, erzählte man uns Einiges über das Schießen. Beispielsweise müssen alle Polizisten alle drei Monate das Schießen dort üben, um es nicht zu verlernen. Sie machen dann eine Prüfung, wobei sie aus 25m , 12m und 6m in verschiedenen Positionen, z.B. auf Knien oder liegend, schießen müssen. Wenn sie diese Prüfung nicht bestehen, haben sie eine Chance diese zu wiederholen. Sollte die nächste Prüfung auch nicht bestanden werden, wird ihnen die Waffe entzogen. Im schlimmsten Falle können sie auch aus dem Dienst gezogen werden. Ich probierte eine Schutzweste an und mir fiel sofort das schwere Gewicht auf.

Anschließend gingen wir zum Hinterhof, wo dann eine Hundeaufführung stattfand. Wir stellten uns vor eine Garage, die mit Reifen gefüllt war. Einige Polizisten hatten zuvor Rauschgift darin versteckt. Die Aufgabe des Hundes war nun das Rauschgift zu finden. Als der Hund dies erfolgreich absolviert hatte, spielte der Polizeibeamte mit ihm, welches als Belohnung dienen sollte. Der Hund fand alle Drogen. Er ging dabei so vor: Er lief durch die Garage und sobald er etwas gefunden hatte, setze er sich davor und wartete darauf, dass der Polizeibeamte das Versteck aufdeckte und den Hund mit einem Spiel lobte. Weitere Polizisten präsentierten uns auf dem Hof ihre Fahrzeuge- das Motorrad und das ProVidA-Fahrzeug. Beim Pro-VidA-Fahrzeug wurde uns gezeigt, wie man beispielsweise auffällige Fahrzeuge aufnehmen kann. Dazu wird eine Fernbedienung benötigt, um näher an das Fahrzeug, z.B. an das Kennzeichen heranzoomen zu können.

Gegen halb zwei befanden wir uns wieder im Aufenthaltsraum. Dort machten wir eine Pause und man zeigte uns ein Video über die Folgen von Drogen. Es war sehr informativ, da uns des Weiteren Vorurteile, wie z.B. dass Rauchen dünner macht, widerlegt wurden.

Um 14.00 Uhr war die Spurenermittlung dran. Dort zeigte man uns die verschieden Arbeitsmittel zur Ermittlung von Fingerabdrücken, Fußabdrücken oder DNA-Spuren. Bei dieser Arbeit ist eine hohe Konzentration und Sorgfalt gefordert. Es war sehr spannend erfahren zu können, worauf geachtet werden muss, um wichtige Spuren bei einem Tatort nicht zu übersehen.


 

Zuletzt besichtigten wir die Zellen, in denen Leute in Gewahrsam genommen werden, wenn sie zu viel getrunken haben (besonders häufig an Karneval) oder in Schlägereien involviert waren.


 

Die letzten 45 Minuten verbrachten wir in unserem Aufenthaltsraum und man berichtete uns von den schlimmsten und lustigsten Einsätzen während der bisherigen Berufszeit der beiden Mentorinnen.

Des Weiteren informierten sie uns über die Fähigkeiten und Qualifikationen, die man benötigt um Polizeibeamte/ r werden zu können und beantworteten unsere Fragen.


 

Mit einem Päckchen, gefüllt mit Schreibwaren und einem Zertifikat, verabschiedeten sich Frau Junk und Frau Müntjes von uns und bedankten sich für unser Interesse.


 

Ich fand diesen Girls' Day viel interessanter als meinen ersten im achten Schuljahr, weil man uns viel mehr zeigte, da wir nun alle älter waren, und mir dieser Beruf sehr gefiel. Ich habe viele Einblicke in das Berufsfeld einer/s Polizeibeamten/in erhalten, die man vorher nie bekommen hat. Zuvor war ich nie in einer Polizeiwache und hätte auch nie die Gelegenheit dazu gehabt, wenn ich nicht am Girls' Day teilgenommen. Deswegen bin ich sehr froh, dies getan zu haben. Darüber hinaus wurden wir sehr freundlich empfangen und gingen mit neuen positiven Erfahren nach Hause.

Pranvera Cakiqi