Die EBGS erhält Auszeichnung Medienscouts-Schule 2026

Die Ernst-Barlach-Gesamtschule wurde vom Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen und der Landesanstalt für Medien NRW als „Medienscouts‑Schule 2026“ ausgezeichnet. Dieses Abzeichen haben in diesem Jahr 186 Schulen erhalten, die sich in besonderem Maße für das Angebot Medienscouts NRW engagieren. Für ihren besonderen Einsatz gegen Desinformation hat die Schule zusätzlich als eine von 60 Schulen in NRW das Sonderabzeichen „Medienscouts-Schule gegen Desinformation“ erhalten.

Die Medienscouts sind Schülerinnen und Schüler, die ihren Mitschülerinnen und Mitschülern bei Problemen und Fragen in ihrem digitalen Alltag zur Seite stehen, sie über Online-Phänomene und die besonderen Herausforderungen digitaler Medien aufklären und als Vertrauenspersonen bei akuten Problemen agieren. Dafür führen die Medienscouts spezielle Schulungen zu medienrelevanten Themen wie Cybermobbing, dem sicheren Sexting oder dem Erkennen von Desinformation durch. Sie übernehmen dadurch an ihrer Schule eine zentrale Rolle in der Vermittlung von Medienkompetenz. Das Engagement und die Teilnahme an den Schulungen der Medienscouts ist ehrenamtlich. Die Medienscouts der EBGS werden durch eine Beratungsfachkraft als Ansprechperson (Frau Kallweit) unterstützt, die als Anlaufstelle dient, wenn die Medienscouts selbst Rat benötigen oder unsicher im Umgang mit bestimmten Problemen sind. Geschult werden die Medienscouts in Workshops durch Medientrainerinnen und -trainer der Landesanstalt für Medien NRW. 

Mit mehr als 1.300 teilnehmenden Schulen ist Medienscouts NRW eines der bedeutendsten Programme zur Stärkung von Kindern und Jugendlichen im digitalen Raum. Das Angebot unterstützt Schulen dabei, junge Menschen für digitale Risiken zu sensibilisieren, Orientierung im Netz zu geben und bei Problemen niedrigschwellige Ansprechpersonen vor Ort zu schaffen.

Medienscouts NRW ist ein Angebot der Landesanstalt für Medien NRW. In Kooperation mit dem Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalens wurden bereits an über 1.300 Schulen landesweit Schülerinnen und Schüler zu Medienscouts qualifiziert. Was Medienscouts so besonders macht, ist der Peer-to-Peer-Ansatz: Ausgebildete Schülerinnen und Schüler vermitteln Medienkompetenz nicht als Lehrende, sondern als Gleichaltrige, die dieselben digitalen Räume nutzen und die damit verbundenen Herausforderungen kennen.

Die kontinuierliche Erweiterung dieses erfolgreichen Programms wird durch die finanzielle Förderung des nordrhein-westfälischen Bildungsministeriums ermöglicht. Seit Beginn des Schuljahres 2024/25 wurde das Angebot der Medienscouts auch auf Grundschulen ausgedehnt. 

Dorothee Feller, Ministerin für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen

Schulministerin Dorothee Feller: „Medienkompetenz ist heute in einer Zeit von Fake-News eine ganz wichtige Voraussetzung für Teilhabe, Orientierung und Selbstbestimmung. Und genau hier haben die Medienscouts NRW eine große Stärke. Wenn junge Menschen auf Augenhöhe miteinander reden, erklären und diskutieren, bleibt viel mehr hängen, als wenn etwas von oben herab erklärt wird. Das ist die große Stärke des Peer-to-Peer-Ansatzes. Ich bin beeindruckt, mit wie viel Kreativität, Ernsthaftigkeit und Verantwortung junge Menschen sich Themen wie Desinformation, Cybermobbing oder dem Leben in sozialen Netzwerken stellen. Das ist gelebte Medienbildung mitten aus dem Schulalltag heraus. Mein großer Dank gilt allen Medienscouts und den Lehrkräften, die dieses starke Engagement möglich machen und Tag für Tag begleiten.“

Dr. Tobias Schmid, Direktor der Landesanstalt für Medien NRW

„Hätte man mir als Jugendlichem ein Smartphone in die Hand gedrückt und gesagt: ‚Mach mal‘ – ich hätte mir auch gewünscht, dass da jemand auf Augenhöhe ist. Genau das leisten die Medienscouts NRW. Sie helfen dort, wo Erwachsene oft gar nicht mehr rankommen.”